Spielregeln
Einleitung
Beim Depot-Contest der Vermögensverwalter 2009 treten insgesamt 27 Vermögensberater in einer Liga für konservative bzw. für chancenorientierte Anleger im virtuellen Wettstreit gegeneinander an.
Am Ende des Wettbewerbs werden die Sieger in den einzelnen Kategorien ermittelt. Der Contest beginnt am 02.01.2009 (erster Tag für die Erteilung von Kaufaufträgen) und endet am letzten Börsentag des Jahres - dem 30.12.2009 (Stichtag für die Endperformance-Berechnung).
Ziele
Das Spiel soll den Beobachtern des Spiels die Anlagepraxis professioneller Vermögensberater näher bringen und dabei auch den direkten Kontakt zwischen Spielteilnehmern und den Interessenten ermöglichen. Daher sollen die Teilnehmer das Spielkapital nach langfristigen und nachhaltigen Gesichtspunkten managen.
Die Spielregeln:
1. Startkapital
Die Spieldepots verfügen jeweils über ein virtuelles Startkapital in Höhe von 1 Mio. Euro.
2. Spieluniversum
Alle in Deutschland handelbaren Aktien, Fonds, Anleihen (u. a. aus dem DAB Anleihenmarkt) und Zertifikate (ungehebelte Produkte) können innerhalb des Spiels geordert werden.
Zusätzlich handelbar sind die Aktien an den Börsenplätzen NASDAQ und NYSE.
Alle Orders sowie die Anzeige der aktuellen Kurse erfolgen mit einer marktüblichen Zeitverzögerung von 15 Minuten bzw. 20 Minuten für NYSE und NASDAQ.
3. Ligen
Der Contest findet in zwei Ligen statt.
- Konservative Liga:
Aktien, Aktienfonds, Zertifikate (alle außer Hebelprodukte) (Anteil kleiner/gleich 50 % des Gesamtdepotwerts bei Kauf); sonstige Fonds (hierzu zählen auch Dachfonds) und Anleihen (Anteil beliebig hoch). - Chancenorientierte Liga:
Aktien (Anteil bis zu 100% des Gesamtdepotwerts); Fonds + Zertifikate (alle außer Hebelprodukte), Anleihen (Anteil beliebig hoch). - Für beide Ligen gilt:
Die %-Regelung der Depotzusammensetzung gilt nur zum Kaufzeitpunkt. Sollten sich die die Verhältnisse (z.B. durch einen Kursanstieg) verschoben haben, so sind diese spätestens beim nächsten Kaufzeitpunkt wiederherzustellen.
Für die Vermögensverwaltung aufgelegte Produkte (z.B. eigene Fonds) oder durch sie gemanagte Produkte dürfen nur max. 25% des Gesamtdepots betragen.
4. Liquidität und Verzinsung
Grundsätzlich darf ein beliebig hoher Barbestand gehalten werden (das gilt insbesondere für
den Spielbeginn), der nach dem Tagesgeld-Zinssatz der DAB bank (Euribor + 0,25%) verzinst und zum Quartalsende ausgeschüttet wird.
5. Daytrading und Arbitragegeschäfte
Kauf und Verkauf innerhalb eines Tages sowie Arbitragegeschäfte sind nicht erlaubt.
6. Mindesthaltedauer
Jeder Posten muss mindestens drei Handelstage gehalten werden.
Ausnahmen werden durch den Schiedsrichter geregelt.
7. Kredit
Ein Kredit wird nicht gewährt. Eine Überziehung der Liquidität ist nicht möglich.
8. Splits, Dividenden und Kuponzahlungen
Kapitalmaßnahmen werden automatisch berücksichtigt bzw. durch den Spielteilnehmer der Spielleitung anzeigt.
9. Transaktionskosten
Abgerechnet werden Transaktionen nach dem Gebührenmodell der DAB bank, d.h. EUR 4,95 + 0,25 %, mind. EUR 7,00, maximal EUR 55,00 vom Kurswert.
Zzgl. fallen handelsplatzabhängige Entgelte wie folgt an:
Abw.pausch. XETRA EUR 1,50
Abw.pausch. Parkett EUR 2,90
Bei einer Orderstreichung werden EUR 2,50 berechnet.
10. Orders
Bis zum 10.01.2009 müssen im Depot mindestens 5 Positionen vorhanden sein.
- Anzahl Positionen
Die Höchstzahl der Werte pro Depot beträgt 15, die Mindestanzahl ist 5. - Transaktionen
Die Zahl der Transaktionen pro Teilnehmer und Depot sollte pro Jahr nicht mehr als 120 betragen. Dabei entspricht ein Trade einer aufgegebenen Order, die ggf. auch mehrere Teilausführungen enthalten kann. Limitstreichungen, Ausschüttungen, Dividenden, Erträgnisse und Zinszahlungen werden nicht als Trade gezählt. Ausnahmen werden durch den Schiedsrichter geregelt.
- Orderaufgabe
Die Orderaufgabe erfolgt online über den Ordermanager der DAB bank, billigst bzw. bestens oder im Limithandel zum nächstmöglichen Kurs. Als Handelszusatz stehen Fill or kill (Order wird komplett oder gar nicht ausgeführt) oder Teilausführung zur Auswahl.
Aktien-Orders (Limit-Orders sowie billigst/bestens-Orders) werden nach den realen Umsätzen abgerechnet.
Fondsorders sind nur über die KAG möglich. Reine ETFs können an der Börse gehandelt werden.
Die Ordereingabe im Limithandel ist 7 Tage á 24 Stunden möglich. - Orderausführung
Fondsverkäufe an der KAG werden - abweichend vom realen Handel - sofort zum letzten Kurs ausgeführt, damit ein neuer Fonds ohne längere Wartezeiten (Ordercut) gekauft werden kann.
Die Anpassung des Verkaufs erfolgt nach Stellung des Folgekurses. Zertifikate am Börsenplatz EUWAX/Stuttgart werden zum Bid/Ask (Geld/Briefkurs) ausgeführt.
Zertifikate am Börsenplatz Frankfurt werden zum gestellten Kurs ausgeführt.
Für alle Orderausführungen gelten die üblichen Börsenhandelszeiten der jeweiligen Börse.
Käufe in einer Nicht-Euro-Währung werden zum jeweiligen Devisenkurs umgerechnet. - Hinweis Fonds-Orders
Fonds-Orders (im Handel mit der KAG) bis zum Ordercut werden am Folgetag zum Rücknahmekurs des Ordertages abgerechnet. Orders nach Ordercut werden am übernächsten Handelstag zum Kurs des Order-Folgetages abgerechnet.
Ausnahme: Xchange Traded Funds werden wie Aktien behandelt. - Mindestgröße - Orderposition
Eine Position muss mind. den Wert von 15.000 EUR aufweisen. Der Erstkauf muss somit mind. 15.000 EUR groß sein. Nachkäufe sind jederzeit möglich. Teilverkäufe sind nur bis zum verbleibenden Positionswert zum Kauf von 15.000 EUR möglich.
Anleihen können per Limithandel geordert werden. - Reklamation
Mögliche Fehler bei der Auftragsdurchführung und Wertstellung sowie der Rangliste müssen innerhalb einer Woche reklamiert werden, andernfalls sind die Werte, sofern sie nicht zum Vorteil des Spielers führen, verbindlich.
11. Berechnungen
- Gesamtranking:
Die Berechnung des Gesamtranking erfolgt gewichtet nach Performance und Volatilität. - Maximum DrawDown:
Der Maximum DrawDown ist eine Risikokennzahl und kann sich während der Laufzeit nur erhöhen bzw. in seinem Wert stagnieren.
Je niedriger der Wert, desto geringer ist der erlittene maximale Verlust eines Depots. Der maximale Verlust wird in Prozent errechnet und wird mit einer Dezimalstelle ausgewiesen.
12. Allgemeine Fairness
Die Depots sollen geführt werden wie reale Kundendepots.
Die Einhaltung dieses Grundsatzes wird durch den Schiedsrichter überwacht.
13. Information zu den Spielregeln allgemein
Die Regeln können jederzeit (Informationen dazu werden an alle Mitspieler versandt) durch die Spielleitung und den Schiedsrichter geändert werden.
14. Spielaustritt
Ein vorzeitiges Ausscheiden eines Teilnehmers ist nur mit Zustimmung des Schiedsrichters möglich und bedarf eines schwerwiegenden Grundes. Die Spielleitung behält sich vor, das Depot zum Zeitpunkt des Austritts "einzufrieren" und weiter zu veröffentlichen.
15. Schiedsrichter
Die DAB bank oder ein von der DAB bank Beauftragter fungiert als Schiedsrichter und behält sich das Recht vor, Teilnehmer des Wettbewerbs bei mehrmaligen Regelverstößen auszuschließen.
Die Funktion des Schiedsrichters für 2009 übernimmt EURO. Herr Vogel ist für Sie per E-Mail unter lucas.vogel@finanzen.net
16. Veröffentlichung
Die Spieldepots und Ranglisten werden online bei der DAB bank im Internet (http://www.depot-contest.de
Hinweis
DAB bank 2008

